Flussabwärts

Ist die Richtung von Wasser. Von fließendem Wasser. Bergab, den Berg hinunter also.
Den Berg, auch den Bach manchmal. Bachabwärts. Im Fluss.
Viel Wasser geht auch täglich die Themse hinunter, oder die Ems , die Elbe, die Weser, den Rhein. Für Nordländer. Sagt man so.

Südländer haben andere Bäche, Flüsse, Ströme.

Zwei Jahre sind eine lange Zeit. Da geht einiges an Wasser flussabwärts in siebenhundertdreißig Tagen. Egal wo.

Gut ist, wenn das Leben gleichzeitig bergauf geht. Nicht steil und steinig. Anstrengend?
Ja bitte, sonst merkt man es ja nicht. Aber eher so stetig anstrengend, nicht ganz glatt aber auch nicht rau. Anstrengung ohne Atemnot.

Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich bald durchschnittlich jede Woche einen Kilometer schwimmen werde, hätte ich ihn wohl fassungslos angestarrt und wäre wortlos weggegangen. Kopfschüttelnd ob so viel Dummheit. Im Wasser einen Reinfarkt riskieren, hieße dann ja mit Herzstillstand ertrinken. Doppelt tot. Zwangsläufig. Nicht zu überleben.

Insgesamt waren es in 2017 dann doch reichlich mehr als 6000km. Viele davon eher so virtuell auf verschiedenen Geräten. Indoor. Ergokilometer. Crossgetrainert, aber anstrengend.

Und dann eben auch 52 Kilometer im Wasser. Jede Woche einer. Durchschnittlich. Ich bin tatsächlich noch etwas fassungslos. Knapp 30 Stunden lang nicht abgesoffen. Trotz der Querschwimmer im Becken. Kein Reinfarkt. Das wäre ja auch dumm.

Immerhin gut 1000 sportliche Kilometer zu Lande fanden draußen statt. Draußen wie auch die meisten meiner insgesamt über 4,5 Millionen Schritte.  Mit den Füßen. Durchschnittlich also deutlich über 10000 am Tag. Gut, gut – Durchschnittsziel locker erreicht. Mein Minimaltagesziel von 5000 Schritten habe ich allerdings auch viermal im Jahr verfehlt. Es gab sicherlich gute Gründe dafür. Viermal.

Zur Zeit vermute ich, dass die Richtung in etwa stimmt, das Tempo vielleicht ab und an zu hoch ist. Das werde ich wohl im nächsten Jahr etwas einbremsen. Also, mich. Manchmal. Sonst nichts.

Um im Fluss zu bleiben. Bergauf.

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Dieser Beitrag wurde unter Gedanken, Infarkt, Jahreswechsel, Jogginghose, Leben, sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Flussabwärts

  1. ladyfromhamburg schreibt:

    Die Entwicklung hört sich gut an. Richtig gut.
    Ich wünsche dir,, dass es in dieser Form weiter voran oder sogar noch weiter bergauf geht.
    Brems wirklich, wenn das Tempo dann und wann zu sehr anzieht. Zu viel, zu schnelll etc. bedeutet nicht, es ist besser oder hilft mehr.
    Ich glaube, du kannst mit Recht stolz auf das sein, was du in den letzten zwei Jahren erreicht hast, was du (sportlich) durchziehst, wie du wieder auf die Beine gekommen bist und wie du Weichen im Leben neu gestellt hast. Seine Ängste dabei zu überwinden ist auch kein Leichtes …

    Alles Gute für dich, aber auch deine Familie! Kommt gut ins neue Jahr!
    Ich schicke die besten Wünsche für 2018! Insgesamt, aber besonders gesundheitlich.

    LG Michèle

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    • ickemich schreibt:

      Danke, und natürlich gehen die Wünsche für einen guten Start ins neue Jahr auch nach Hamburg.
      Und ja, bremsen werde ich mich, wo es notwendig wird. Nur versuch ich eben dabei auch fokussiert zu bleiben. Auf das Ziel. :D

      Gefällt 1 Person

Gib meinetwegen Deinen Senf dazu, ich schau gleich mal drüber ;)

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