Halbe Kinder

Dass ich nicht so furchtbar gerne rechne, schon gar nicht mit Menschen, habe ich ja hier und hier schon mal ganz zart angedeutet.
Oft ist sie ja auch ziemlich müßig, diese Rechnerei. Man kommt sich dann wie so ein Milchmädchen vor. Von damals.
Ich will es heute aber doch einmal tun, dieses Rechnen.
Mit Menschen. Allerdings nur sehr durchschnittlich.

Es ist ja kein Staatsgeheimnis, dass die Frauen in Deutschland durchschnittlich 1,4 Kinder bekommen. Möglich, dass diese Zahl nur aufgrund unseres Migrantenanteils so hoch werden konnte. Trotzdem dürfte es einleuchten, dass 1,4 Nachkommen ein wenig knapp sind für den Fortbestand einer Familie, eines Volkes, einer Population. Ich will gar nicht groß darüber sinnieren, was in diesem Land alles verhindert, mehr Kinder zu bekommen.
Zwei vielleicht. Durchschnittlich. Oder gar drei. Aber etwas vorrechnen will ich dann doch.

Denken wir uns mal, dass jede Frau in Deutschland zwei Kinder bekommt. Durchschnittlich. Die eine Frau zwei, drei oder vier Kinder. Eine andere Frau nur eins, oder eben auch gar kein Kind. Dafür gibt es immer Gründe, die ich gar nicht beurteilen will, und oftmals auch gar nicht beurteilen kann.

Insgesamt also in der Bevölkerungsgruppe der Frauen durchschnittlich 0,6 Kinder mehr. Rein hypothetisch. Soweit klar?

Deutschland hat knapp unter 82 Millionen Einwohner, davon ziehe ich mal die Jungs und Mädels mit diesem ominösen Migrationshintergrund ab. Bleiben knapp 63 Millionen Ureinwohner. Also Bayern, Hanseaten und alle dazwischen. Davon sollen laut einer, nicht von mir gefälschten Statistik knapp über 40 Prozent im Alter zwischen 20 und 50 sein, ein Alter in dem man also durchaus mal so ein halbes Kind bekommen könnte.

Wären dann bummelig 25 Millionen … tschja … gebärfähige Ureinwohner … öhem …
Moment, da ist ja auch noch Mannsvolk anwesend.
Die können ja nichts gebären, nur bieren.

Auch da sagt die Statistik für diese Altersgruppe ca. 50/50 also runde ich mal auf
12 Millionen Frauen im Alter zwischen 20 und 50 ab. Das gibt nun zwar einen leichten Männerüberschuss, aber sei es drum.
Soweit noch alles klar?
Nun unterstellen wir mal, all diese 12 Millionen Frauen bekommen durchschnittlich ein gutes halbes Kind mehr. Die Hypothese eingangs, von 0,6 Kindern mehr, ihr erinnert?
Sagen wir auch, das passiert innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die einen können eben aus Gründen nicht, und die anderen brauchen ja etwas Zeit für ihre ein oder zwei Schwangerschaften, und den Kram davor. Natürlich.

Dann würden hier also binnen fünf Jahren 7,2 Millionen Kinder durch die Geburtskanäle gepresst, oder anderweitig ans Tageslicht geholt. Zusätzlich!
Jedes Jahr also knapp 1,5 Millionen. Zu Beginn sicher etwas mehr, aber wir rechnen ja sehr durchschnittlich. 1,5 Millionen zusätzliche Kindergeldabzocker, Windelmüllproduzenten und spätere Happy-Meal-Wegesser also. Jährlich!
Fünf Jahre lang …

… ob das wohl zu schaffen wäre?

Dazu müsste man sicher einige Erstaufnahmekreißsäle in Turnhallen einrichten. Transitentbindungsstationszonen rund um die Geburtskliniken auch? Besser, näch?!
Wo sollen die alle nur wohnen? Ich meine, 1,5 Millionen im Jahr! Wer registriert die nur? Die liegen doch dann uns allen auf der Tasche. Die leisten ja nichts. Diese gut halben Kinder. Wir brauchen dann mehr Kinderheime! …  mit Kinderheimarbeitsplätzen!
Oder nee, doch nicht. Aber Sammelunterkünfte, ja das muss! Geht ja nicht anders.

Die Geburtsgrenzen müssten im Familienministerium auch genau überdacht werden.
Da muss doch eine Geburtenkontrolle her! So wie in China seinerzeit.
Das Kindergeld sollte man in diesem Fall auch nur noch in Gutscheinen auszahlen, wenn überhaupt noch. Ist ja auch nur so ein blöder Anreiz, schwanger zu werden.
Besser gleich ganz weg damit. Entlastet ja auch den Staatshaushalt.
Wer soll das überhaupt alles bezahlen?

Selbstverständlich müssten dann einige Familien und auch ein paar Alleinerziehende umziehen. Mit den Kindern, auch den halben.
Nach Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel, oder ins Saarland. Überhaupt, raus aus den Städten, ab aufs Land. Das dünn besiedelte Land. Und dort dann auch bleiben. Streng nach Schlüssel natürlich. Abschieben geht ja nicht. Oder doch?

Eine verrückte Vorstellung, wenn die Frauen hier plötzlich durchschnittlich ein gutes halbes Kind mehr bekommen würden.

Aber ich sitze  ja hier nur so mit meinem inneren Milchmädchen herum und rechne durchschnittlich vor mich hin. Macht das lieber nicht nach.

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4 Antworten zu Halbe Kinder

  1. Tristan Rosenkranz schreibt:

    Und ich dachte, nur 1,3. Und hörte neulich von einem ebenso nur Hörensagenden, dass wir hierzulande 80 Jahre bräuchten, um die Population wieder auszugleichen, also die Alterspyramide umzukehren…

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  2. Herr Ungewiss schreibt:

    Hat dies auf Zeitenhund rebloggt und kommentierte:
    Füge hier deine Gedanken hinzu. Sagt WordPress. Ich darf aber optional auch lachen. Nein! Nicht lachen. Nachdenken. Schlüsse ziehen.
    Thank you for the music!

    Gefällt 2 Personen

  3. Pingback: #meibestElternblogbeitragdeMo VIIII | Die Kellerbande mit Herz und Seele

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