Ich bin besorgt

Gedankenstall

Sie können jetzt den Shitstorm beginnen oder sich tatsächlich die Zeit nehmen, mal zu lesen, um was es mir eigentlich geht.

Natürlich bin ich besorgt. Alles andere wäre, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, unglaublich naiv. Wir können ja nicht mal die unterschiedlichen Mentalitäten in der EU auf einen Nenner bringen. Ja, wir denken IMMER noch in Ossis und Wessis. Dabei war die Trennung nur wenige Jahrzehnte. Und schon Jahrzehnte her. Und wir haben in diesem Land bereits so viele Probleme, die wir nicht gebacken bekommen. Allein das reicht schon, um besorgt zu sein. Natürlich bringen so viele neue Flüchtlinge noch ein paar mehr Probleme. Logistisch, finanziell, auch kulturell. Also ja, noch mehr, um besorgt zu seien. Besorgt zu sein aufgrund der massiven Probleme, denen unsere Gesellschaft gegenübersteht, von denen Flüchtlinge nur in kleiner Teil sind, ist normal, menschlich und gesund. Es heißt, dass man nicht die Augen davor verschließt. Man muss…

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4 Antworten zu Ich bin besorgt

  1. emden09 schreibt:

    Das Problem ist vermutlich die Idee, zu glauben Ihre „Probleme“ seien gelöst, wenn alles „auf einen Nenner gebracht ist“. Das ist aber keineswegs der Fall. Probleme sind gelöst, wenn Menschen sich in ihrer UNterschiedlichkeit akzeptieren können, ohne sich gleich den kopf einzuschlagen. Letzteres nämlich war Jahrhunderte lang *das* *einzige* große Problem Europas. Und genau dieses *eine* *wichtigste* Problem hat Europa inzwischen ganz gut im Griff oder wie Sie es nennen würden „auf einen Nenner gebracht“: Die Unterschiedlichkeit in Wirtschaftskraft, kultureller Identität und Problemlösungsfähigkeit (zumindest im Inneren Europas) eben nicht mit Gewehren, Panzern und Haubitzen zu lösen. Die Konferenztische mögen viele anöden. Die Kompromisse sind auch mir meist verhasst, weil sie scheinen als seien sie die Zusammenfassung aller schlechtestmöglichen Lösungen statt aller bestmöglichen. Die Korruption (Lobbyismus) ist weiterhin widerlich und nicht besser nur weil sie jetzt auf zunehmend auf europäischer statt auf Nationalstaatlicher Ebene stattfindet. Aber alles in allem ist *das* *eine* *wichtigste* Problem Europas das über Jahrhunderte niemand löste, seit 1945 gelöst – kein Krieg mehr auf europäischem Boden. Und mit der gleichen Problemlösungsfähigkeit werden auch Flüchtlinge und Migranten nicht zum „Problem“. Wenn wir Flüchtlingen und Migranten vom ersten tag an die Möglichkeit geben (evtl. sie sogar in die Pflicht nehmen) zu arbeiten, lösen sich viele Probleme von selbst. Im Gegensatz zur DDR müssen wir in diesem Fall nämlich nicht eine Unzahl alter Leute und Rentner in unsere Sozialkassen integrieren. Nahezu alle Migranten- und Flüchtlingsfamilien werden zu Nettozahlern in das (durch die Umkehrung der Alterspyramide) kränkelnde Sozialsystem. Das heißt diese Menschen (Migranten und Flüchtlinge) lösen hier eines unserer wichtigen Probleme, wenn wir sie lassen – die Überalterung der Gesellschaft durch sinkende Geburtenraten. und nein, die Migranten und Flüchtlinge werden hier nicht für zusätzliche Arbeitslosigkeit sorgen. Arbeitende Menschen schaffen Arbeitsplätze, das ist eine Plattitüde der Ökonomie. Arbeitende menschen suchen sich Wohnraum, benutzen Infrastruktur, konsumieren Güter und Dienstleistungen. zusätzlichen Wohnraum, Infrastruktur, Güter und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen aber schafft mehr zusätzliche Arbeitsplätze, als die Migranten und Flüchtlinge überhaupt besetzen können. Das ist auch einer der Gründe warum man Flüchtlinge in Strukturschwache Regionen verfrachtet. Dort sinken nämlich seit Jahren die Bevölkerungszahlen, weil es den jungen Menschen dort an Perspektive fehlt und sie lieber wegziehen in die große Stadt. Im Ergebnis müssen eben in diesen Strukturschwachen Regionen, Geschäfte und Dienstlesitungsgewerbe in Massen schließen und es fallen in einer negativen Abwärtsspirale immer mehr Arbeitsplätze weg und es gehen immer mehr Menschen fort. Wenn man also Flüchtlinge in diese Regionen verbringt, dann in der Hoffnung einige von ihnen mögen dort bleiben, den freien Platz nutzen und den Trend der Verödung ganzer Landstriche (wie er z.B. in Sachsen zu beobachten ist) umkehren helfen. Die einzige Besorgnis also zu der Anlass besteht ist die, dass wir „besorgten Bürgern“, Pegidas und anderen Nazis staatlicherseits nicht hart genug auf die Fresse hauen. Dann nämlich könnten diese mit ihrer stumpfen Einfalt auf die Idee kommen, die ganze schöne Idee der Gesundung einer schrumpfeden Gesellschaft durch Migration kaputt zu machen. Das ist die tatsächlich einizge Besorgnis zu der Anlass besteht. Es gibt keine Probleme sondern ausschließlich die Weigerung einzelner an offensichtlich vorhandenen Projekten (Lösungen) mitzuwirken.Änderungsresistenz nennt man diese Angst vor Veränderung gemeinhin. Änderungsresistenz nimmt mit abnehmender Bildung und mit zunehmndem Alter zu. Letztere nennt man Altersstarrsinn.

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    • ickemich schreibt:

      Vielleicht bitte doch das Original nochmal ganz bis zum Schluss lesen, bevor über die mutmaßliche Idee der vermeintlichen Lösung meiner gemutmaßten „Probleme“ am Thema vorbei kommentiert wird. ;)

      Danke.

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  2. ickemich schreibt:

    Moin!
    Mag sein, dass Du und Dein derzeitiges Umfeld nicht in diesen Schubladen denken. Viele Menschen tun es noch. Auch wenn es zum Glück immer weniger wird, auf beiden Seiten der Elbe.

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  3. Tristan Rosenkranz schreibt:

    „Wir“ denken nicht mehr in Ossis und Wessis, Gestrige tun das schon. Ich habe in den letzten Jahren viele Menschen aus den „alten“ Bundesländern kennengelernt und bin nie auf diese Spaltungsgedanken gestoßen. Wer sich spalten lässt, lässt sich schwächen und macht sich steuerbar.

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