Gerüchte

Ein paar Sätze sollen es heute werden. Sätze, die über mich gesagt werden. Von anderen.
Das aktuelle Stichwort im Blogideekasten hat mich genötigt, etwas nachzudenken, zu reflektieren, zu erinnern. Dafür vorab ein

Danke!

Ich gebe allgemein nicht viel auf das, was andere über mich sagen. Oft ignoriere ich es noch nicht einmal. Meist sind es auch  nur Gerüchte,  verschiedene Wahrnehmungen eben. Nicht wichtig. Denn, wie ein großer englischer Dramatiker aus  Stratford-upon-Avon schon sagte,

„Gerücht ist eine Pfeife, die Argwohn, Eifersucht, Vermutung bläst.“

Ich versuche einfach, mich nicht daran zu beteiligen, selbst wenn es mich selbst betrifft. Gerade dann vielleicht sogar. Weder in die eine, noch in eine andere Richtung. Trotzdem kommen mir natürlich Dinge zu Ohren, ob ich das will oder nicht. Offiziell in Arbeitszeugnissen und Gesprächen. Inoffiziell, also hintenherum, auch.
Was soll nun die Wahrheit sein? Was sagen Menschen über mich? Welche Sätze werden gesagt?

Vielleicht so unterschiedlich, wie die Menschen an sich, sind wohl auch die Sätze, die über mich gesagt, behauptet, herausgeschrien, hinter meinem Rücken geflüstert oder auf Papier gedruckt werden.

Die einen behaupten, ich hätte ein breites Allgemeinwissen, andere berufen sich auf mein Fachwissen, manche sagen, beides. Ganz andere behaupten wiederum , ich wäre gar nicht so inntel… inite… … schlau.  Nicht besonders dumm, aber eben auch nicht sonderlich klug.

Es gibt Menschen, denen ich oft zu wortkarg bin. Schweigsam nahezu. Für andere habe ich eine besondere Sprachgewandtheit, nur das zu sagen, was gerade relevant ist.
In Bildern zu sprechen. Kurzen präzisen Bildern, die verständlich beim Empfänger ankommen. Dinge erklären, zeigen, besprechen. Lehren gar.
Belesenheit ist sicher nicht jedermanns Sache. Wird mir aber gerade in diesem Zusammenhang oft unterstellt.  Einige verstehen mich aber auch gar nicht, egal was ich wie und wie oft erkläre. Wenige.

Mutig ist auch so ein Adjektiv, welches mir schon vor den Kopf gekommen ist. Besonnen, empathisch und mit einer guten Beobachtungsgabe.
Nun, übermütig bin wohl wirklich eher selten. Zu Gefühlskälte musste ich mich in bestimmten Situationen auch eher zwingen, schon zum Selbstschutz.
Das Beobachten, Aufnehmen von Situation, Umfeld und den jeweiligen Zusammenhängen, gelingt mir in der Selbstreflexion auch eher mal so, mal so. Manchmal auch gar nicht.
Möglich, dass auch die Menschen recht haben, die mir einen hohen Grad Ignoranz bescheinigen.

Mitglieder meines Teams, Ohneglieder natürlich auch*, fühlten sich bisher durchweg  gut aufgehoben. Im Team. Befanden mich also durchaus als teamfähig. Mag sein.
Wenn das Team klein genug ist. Ansonsten bin ich vielleicht doch manches Mal eher der Querulant, als den mich nicht nur ein Chef titulierte.

Was sagten Menschen mir noch nach?
Perfektionismus, Chaos, Pünktlichkeit, Extrovertiertheit, Arroganz, Egoismus. Sie sagten und schrieben  in ihren Sätzen auch Adjektive wie unzuverlässig, natürlich, schweigsam, erfahren oder wirtschaftlich.

Einige Menschen empfinden mich als großherzig, als jemanden der gerne gibt. Meine Kinder sehen das in jeder Taschengeldverhandlung völlig anders. Auch das Wort „geizig“ fiel da schon mal. Das ist vielleicht dieses „wirtschaftlich“, aus dem obigen Absatz.

Der Bezeichnung Kunstbanause kann ich oftmals nicht wirklich qualifiziert widersprechen. Und dann gibt es da aber auch einige Menschen, die mir öffentlich eine gewisse künstlerische Kreativität bescheinigen. Manchmal.

Egal, ob nun belesen oder nur so mittelschlau, präzise oder immer etwas ungenau, pünktlich oder bummelig, natürlich oder künstlich –

„Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen von Gegensätzen.“
Heraklit

Egal, was  für Gerüchte da gerade so vor sich hin dampfen.

Der mir liebste Satz, den  Menschen über mich sagen können, ist sowieso sehr kurz und recht einfach: Danke!

* für Twittermenschen ist das die Stelle für ein *gnihihihi*
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