Afscheid

SingelgrachtDer letzte Tag in Amsterdam. Frühstück gab es natürlich trotzdem. Alles, was noch da war.
Also, viel. Und früh, sehr früh. Schlafen kann man ja auch daheim, fand selbst die Tochter. Nee, eigentlich fand sie, dass man gar nie wieder aufstehen könnte. Einfach zugedeckt liegen bleibt.  Wäre zu einfach.
Die sieben mitgebrachten Sachen mussten ja wieder eingepackt, das Unterdeck etwas aufgeklart werden. Schlüssel abgeben und ab zum Hauptbahnhof. Das „schwere“ Gepäck loswerden. Sie gähnte. Die Tochter. Oft.
Gut, dass ich ihr das gestern gewünschte Wecken zum Sonnenaufgang erspart habe. War sowieso viel zu wolkig.

Vom Bahnhof aus nahmen wir dann nicht den kurzen Weg direkt ins Touristenzentrum, sondern gingen etwas abseits an den „Negen Straatjes“ entlang. Quer und kreuz. Und auch anders herum. Fototour für die Diashow daheim. Eigentlich. Es regnete allerdings recht ordentlich und so bliebt nur schauen, schauen und staunen. Ganz entzückend, das alles hier. Pittoresk. Gar keine Zeit für Shopping. Das ist dann heute Nachmittag, vielleicht.

Dann De Dam. Touristenkramzentralplatz. Nationalmonument, Palast, Souvenirläden. Ja, gesehen haben müssen. Der Dreh- und Angelpunkt im Zentrum dieser durchaus niedlichen Hauptstadt.
Und so ein Palast ist ja auch interessant. Und die Häuser drumherum. Und die Gassen, die Grachten, die Menschen.

Zuerst aber Madame Tussauds. Einer der allerallerallerersten Punkte auf der Tochter-Liste. Also, ganz weit vorne. Quasi noch vor Vornvorn. Kameras ausdrücklich erwünscht. Also rein dort. Mit so einem E-Ticket hält sich auch das Schlange stehen deutlich in Grenzen. Die Liste der Fotos natürlich lang. Und das Mädchen war auch wieder eins. Aber wie! Klar, Popsternchen und Royals neben Einstein und Clooney. Da kann man nichts auslassen. Also, nicht willentlich. Nicht wissentlich. Nach knapp einer Stunde waren wir dann aber doch schon wieder raus. Mittag! Was Schnelles, also Fastfood nach Wahl. Die Wahl der Tochter fiel auf eine recht bekannte Kette. Nun denn, sie ist der Chef. Mein Magen wird es sicher überleben.

Noch etwas Zeit, bis die Bahn geht, also in den königlichen Palast geschlurrt. Der liegt ja auch gleich um die Ecke. Toll gemachte Audiotour zur wechselhaften Geschichte und den kleinen und großen Geschichten dazu. Ja, natürlich auch phantastischer Prunk und Pomp. Begeistertes Händeklatschen des Kindes. Hin und wieder. Ganz Meeeedchen. Gucken hier, schauen dort. Noch ein Foto da,  ein „Ohh schau mal!“ hier. Nee, sie wird doch kein Buddhist mehr. Lieber König von Holland.

Shopping, na klar. H&M war des Mädchens erste Anlaufstelle. Muss in dem Alter wohl so. Dann ins Magna Plaza, etwas buntes Papier gegen hochwertige Bekleidung tauschen. Schick auch, natürlich. Alles! Zwischendurch mal einen Kaffee. Für mich. Auch dafür ließ sie mir Zeit. Und schon wieder Hunger. Pizza bitte, Pizza ist toll.

Irgendwann dann wieder die paar Minuten zum Hauptbahnhof gehen, das Gepäck aus dem Schließfach befreien. Bahnsteig finden und den IC nach Rheine entern. Sitzplatz, check. Durchschnaufen. Denkste!
Kein IC am Bahnsteig, dann die Durchsage, das Ding steht in Amersfoort, also zwei Dörfer weiter. Der Zug dorthin kommt in einer halben Stunde, den können wir nehmen und dann eben dort umsteigen. Das hat dann auch so stattgefunden. Töchterlein vermisste nur das freie WLAN im Zug, ich eher den kompfortableren Sitzabstand. Nun, die Deutsche Bahn hatte uns wieder. Allerdings noch mit einem durchaus ironisch humorigen Holländer als Zugchef.

Beim Umstieg in Rheine hatten wir dann natürlich viel Zeit, der Anschlusszug war ja weg. Bummelzug. Wieder nordwärts. Endlich. Heim. Die Holde wartete am Bahnhof in Leer, und darf sich nun gut 50 Stunden voller wundersamer Erlebnisse im ausführlichen Schnelldurchlauf anhören.

Ich hab mir sicherheitshalber eine Dose Amstel eingepackt, oder zwei. Und Fotos zusammengeklickert. Unterwegs schon.
Hier, Klick …. ja, näch? Kennt ihr ja.

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Eine Antwort zu Afscheid

  1. Arabella schreibt:

    Gern war ich dabei!

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