Abschalten

Es sind solche Tage wie diese, die mir so ein Abschalten mal wieder sehr sinnvoll erscheinen lassen. Nötig sogar. Tage der Spekulation, der (Vor)verurteilung, der Vorgeschichten, des Aufrechnens. Informationsschnipsel werden zum Lebenslauf. Inklusive Krankenakte. Ein Foto wird zum Psychogramm.
Experten labern zu Nichtinformationen, zu Tabuthemen, zu nun ja.
Kram eben. Viel Quotenkram. Die ehemals heile Welt eines Karl Moik … Moment.

Abschalten hilft. Etwas. Geht ja auch nicht immer. Nicht alles. Radio mag ich. Eigentlich.
NDR – Kultur nicht so. Also bleibt es aus. Auch im Auto. Macht der Motor da so komische Geräusche beim Beschleunigen? Der vom Auto, nicht der vom Radio. Nee, brummt nur.

Fernseher, ja. Ein wenig. Wird sowieso vorher ausgesucht. Meistens. Filme oft. Nachher.

Internet. Das kann man abschalten?
Ja, kann man. Wenn man will. Am Smartphone mobile Daten deaktivieren, an der Fritzbox den Stecker ziehen. Fertig!
Klar funktioniert dann einiges nicht mehr. Streaming auf dem Fernseher zum Beispiel. Oder diesen Blogeintrag hier hochladen. Also doch wieder den Stecker in die Fritzbox pfriemeln. Am Smartphone das WLAN deaktivieren. Auch gut.

Nun ist die Tochter beruhigt, dass Youtube wohl doch nicht Konkurs angemeldet hat und  dieses Wottsäpp der Holden läuft auch wieder etwas flüssiger.
Über die Schlagzeilen zu scrollen, spare ich mir. Morgen vielleicht auch. Via Mail kommt heute auch nichts wichtiges mehr. Twitter lasse ich heute ebenso zu. Zu viele Experten. Und Kram. Und hätte und wenn und aber. Das nervt. Mich. Heute.

Und jetzt nerve ich hier auch nicht länger, und schalte wieder ab.

Erstmal.

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2 Antworten zu Abschalten

  1. Sally schreibt:

    Dieses „Abschalten“ gönnt man sich in der heutigen Zeit sowieso viel zu selten, auch unabhängig von Katastrophen-Berichterstattung.
    Man KÖNNTE ja verpassen, dass ein Sack Reis umgefallen ist… *seufz*
    Ich nehme mich da selbst nicht aus.

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  2. Pingback: Verantwortung | ickemich

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