Pssst!

Ein paar Geständnisse soll ich also gestehen, meint eine gewisse Christiane. Genau sieben sollen es sein.
Dann will ich mal nicht so sein, und dieses Stöckchen aufnehmen. Alles gestehen, was mir so auf die Schnelle durch den Kopp schießt.

Na gut, fast alles.

Schließlich müsst ihr euch nun mit ein paar Fakten aus meinem gar nicht mal so kurzen Leben langweilen.
Nicht ich. Ich kenne die ja schon. Die Geständnisse.


Zunächst einmal, meine Mutter hieß auch Christiane. Somit wären wir also bei meiner Geburt und auch gleich beim ersten Geständnis.
Meine Mutter, die Christiane, brachte es nämlich fertig, mir den Namen Weiko geben zu wollen. Direkt nach der Geburt. Als ich unschuldig und noch völlig wehrlos war. Weiko. Nicht Wilko, nicht Heiko – sondern irgendwas dazwischen.
Hier in Ostfriesland wäre das wahrscheinlich sogar möglich gewesen und vielleicht hätte sie eine Art Trend gesetzt. In der altmärkischen DDR befand allerdings die zuständige Beamtin, dass Weiko mitnichten ein Name ist, und dass sich die Christiane gefälligst etwas anderes ausdenken muss. Hat sie auch. Damals.
Zum Glück!

Kommen wir nun zu Christine, auch Tini genannt. So, wie Martini, nur ohne Mar. Das war nämlich, im zarten Alter von fast 14 Jahren, meine erste… Ach, das überspringen wir mal eben. Nur soviel, sie war drei oder vier Jahre älter und es war ziemlich fantastisch. Also für mich zumindest. Das reicht als zweites Geständnis. Muss!

Dass ich schon in einem Atomkraftwerk gearbeitet habe, als diese noch Kernkraftwerke hießen, weiß der aufmerksame Leser eines meiner Gastbeiträge natürlich schon. Meine Nachkommen sind trotzdem recht gesund und munter. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nach Abschluss der Lehre kein AKW/KKW mehr betreten habe.
Das dritte Geständnis also aus halbwegs berufenem Munde: Dieser Kernspaltungskram ist auf Dauer nicht von Menschenhand zu kontrollieren. Lasst die Finger davon.

Staatsgefährdend gefährlich war ich auch schon mal, steht im gleichen Gastbeitrag, das wäre also kein Geständnis.
Schwarzparken schon. Das habe ich in ∏∏∏∏∏∏∏ mal eine Weile durchgezogen. Anstelle des Betrages von stolzen 15 Deutschen Mark habe ich immer nur eine Mark überwiesen. Auch ne Deutsche, aber nur wenn denn mal ein Knöllchen am Auto hing. Besser, als 4-5 Mark in den Parkscheinautomaten zu füttern. Kam nie was nach. Ob es mit den heutigen Systemen immer noch funktioniert, keine Ahnung.
Liebe Stadt ∏∏∏∏∏∏∏: Das ist lange verjährt!  Ist es doch?

Das fünfte Geständnis wird schon etwas schmerzhafter. Da müsst ihr nun zwar sehr tapfer sein, aber eben durch. Wer kein Blut sehen kann, darf trotzdem weiterlesen.
Ich habe mir bereits neunmal einen Knochen gebrochen.
Verschiedene. Nie an den Beinen. Nie mehr, als einen gleichzeitig. Toi-Toi-Toi.
Bisher hat mir der jeweilig letzte Bruch (aktuell linker Oberarm, recht nahe des Schultergelenks) durch vernehmliches Ziehen größere Wetterumschwünge angekündigt. Immer nur der letzte Bruch, sehr zuverlässig. In der rechten Mittelhand war es allerdings auch nervig. Damals.

Geständnis Nummer sechs ist dann wieder etwas familiärer.
Seit der Scheidung meiner ersten Ehe (alles einvernehmlich, ohne überflüssigen Stress – kein Haus, keine Kinder) vor fast zwanzig Jahren, habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Exfrau. Kein Telefonat, keinen Brief, keine Mail, nichts, nada, niente.
Ich gedenke, dies auch nicht zu ändern. Erstmal.

Das siebente und letzte Geständnis ist sicher weniger spektakulär, als es sich zunächst  anhört.
Ich gestehe, bereits zweimal ein Leben gerettet zu haben. Menschenleben, unmittelbar. Ich. Privat. Allein. Okay, fast allein.
Einmal war es etwas eklig, aber im Ergebnis erfolgreich.

Und wie lange ist euer Erste-Hilfe-Kurs her?


Wenn ihr jetzt gerade schon so schön am Grübeln seid, dann nehmt doch auch gleich das Stöckchen, wie es euch beliebt. Oder auch nicht.
Nominieren werde ich keinen, aber Wehe! ich lese demnächst hier keine mindestens sieben Geständnisse von euch.

Die Regeln sind simpel:

(√ ) Verlinke die Person, die dich nominiert hat
(√ ) Liste die Spielregeln auf
(√ ) Nenne 7 Fakten/”Geständnisse” über dich
ööhm .. nun ja
(√?) Nominiere 7 weitere Blogs

Lasst mich mit der letzten Regel jetzt bloß nicht hängen.
Wahlweise frischt ihr bitte euren Erste-Hilfe-Kurs auf. Oder beides.  Ja, besser beides!

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3 Antworten zu Pssst!

  1. Pingback: Sieben Geständnisse | wildflower

  2. Christiane schreibt:

    Weiko. Ich lach mich gerade bisschen weg. Okay, ich finde Pumuckl und derartige Namen-Moden schlimmer, aber trotzdem … Dein Insistieren auf dem Erste-Hilfe-Kurs macht mich nachdenklich. Ich glaube nämlich, im Ernstfall wäre ich ein ziemlicher Versager.
    Wie dem auch sei: Danke fürs Mitmachen!
    Liebe Grüße, Christiane

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