Alter

Das Jahreswechselthema des Blogideekasten war und ist  aktuell „Konsumgesellschaft vs. Upcycling und Containern“.
Als  „alter Streber“ wurde ich ja bereits mehrfach bezeichnet, und so mach ich dann wohl auch diesmal wieder den Anfang.
Das ist nun alles auch kein besonders neumodischer Kram, und selbst meine Generation kann da durchaus noch etwas mit anfangen.
Mit dem Thema. Auch im Alter. Also, in meinem Alter. Ist ja irgendwie sogar schon ein alter Hut. Das Thema.
Für die jüngeren Mitmacher hier mag es vielleicht etwas schwieriger sein. Die haben das ja alles noch gar nicht so richtig erlebt. Ich schon. Damals, als ich noch nicht so alt war. Hier nun ein paar meiner Erinnerungen zum Thema.

Zunächst einmal, nannte man es Konsumgenossenschaft, nicht -gesellschaft. Weiß ich noch genau. Meine Eltern waren da ja Mitglied. Quasi Genossen. Konsumgenossen. Es gab so Konsummarken. Papierschnipselchen, mit Pfennigbeträgen* aufgedruckt. Im Konsum. Klar, wo auch sonst?
Die wurden allwöchentlich in ein Heftchen hineingebastelt. Mit Klebstoff, auch aus dem Konsum. Das war dann wohl so eine Art analoges Payback-System.
Wie der genaue weitere Ablauf war, kann ich nicht mehr so recht erinnern.
Wie gesagt, das Alter.
Gesellschaft ist aber Quatsch. Definitiv. Das nannte sich Genossenschaft.

Was nun der Konsum mit Cycling, also Radfahren, zu tun hat, weiß ich auch nicht so genau. Schon gar nicht, warum das eine Verschlusssache war.
btw – „VS“ schreibt man übrigens groß und ohne diesen Punkt, wie bei allen Abkürzungen.

Meine Mutter ist sicher oft mit dem Rad zur Konsum-Kaufhalle gefahren. Damals. War ja nicht so weit, und der Trabbi lag noch als Pkw-Bestell-Bestätigungszettel in der Dokumentenmappe. Leicht bergauf ging es da auch. Also, up. Nicht viel.
So zum Bahndamm up. Der Konsum lag ja auch direkt am Bahnübergang. Upcycling zur  Konsumgenossenschaft also. Aber abschließen musste sie ihr Fahrrad damals nicht.

Und Containern? Klar wurden die Kuba-Apfelsinen damals über das Meer containert. Wie denn auch sonst? In so einem Bastkörbchen am Arm eines Kapitäns der Handelsflotte vielleicht? Wären ja gar nicht genug gewesen.  Für den Konsum am Bahnübergang. Und die andere Kaufhalle im Neubaugebiet. Die von der HO**. Nee, die wurden bestimmt  containert.
Die Container mit den sozialistischen Südfrüchten waren auch sicher verschlossen.  Mussten ja ganz über den Atlantik und dann noch durch den Skagerrak.
Also wohl so eine Art Verschlusssache. Genau wie die Information, wann es denn nun wo einige von den Früchtchen zum Kauf gibt. Aber wenn dann der eine Mund zum anderen Mund das fertigpro­pa­gie­rt hatte, wurde eben schnell zum Konsum geradelt. Oder eben zur HO-Kaufhalle.

Wie gesagt, alles ein alter Hut***.

*   ein Pfennig der DDR = ca. 0,15 Westpfennig = ca. 0,07 Eurocent

**  spricht sich "HaaOh" für Handelsorganisation , nicht "HaaNull"

*** wenn man mal die Fehlerchen im Thema kurz ignoriert korrigiert
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3 Antworten zu Alter

  1. Netrobin schreibt:

    Auch eine Sichtweise auf den Konsum ;-) Ich hatte da einen ganz anderen Ansatz. http://www.netrobin.de/von-konsumgesellschaft-containern-und-upcycling/

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  2. Arabella schreibt:

    Leider schwirrt da ein m zuviel herum.:-D :-D :-D

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  3. Arabella schreibt:

    Das Konsummarkenheft wurde am Ende des Jahres abgegeben und man bekamm die eingeklebten Marken in Mark zurück.
    Als ich 1984 meinen eigenen Haushalt gründete, hatte ich auch so ein Heft.
    Die Meisterschaft des einklebens, die meine Großeltern und meine Mutter besaßen, habe ich nie erreicht.
    Eine große Anschaffung für den eigenen Haushalt war auch das Klappfahrrad von Diamant.
    Damit fuhr ich das Kind, später sogar die Kinder, in die Krippe und auf Arbeit und nach der Arbeit zum einkaufen, bei jedem Wetter.
    Wie fast alle Frauen damals. Eine gute Sache wie ich heute finde.
    Liebe Grüße

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