Zwischennetz

“Das Internet und seine Bedeutung für euer Leben/eure Lebensqualität” wurde als zweites Stichwort im Blogideenkasten ausgelobt. Gut, Stichwort ist vielleicht nicht ganz richtig. Das Thema ist ja eher ein Satz. Also, ein Stichsatz.
Außerdem ein weites Feld. Ein sehr weites Feld. Man könnte sich darin verlieren. In so Kleinigkeiten. Wie bei so vielem. Rockmusik zum Beispiel, oder Erdrotation.
Könnte man! Nun, ich werde versuchen, es sehr kurz zu halten. Pragmatisch und grundsätzlich.

Das heutige Internet ist ein Medium. Eine Darstellung von Informationen, die auf digitalem Weg einem Publikum, einem Konsumenten, zuallererst aber immer einem Menschen, präsentiert werden. Interaktiv vielleicht noch. Manchmal!

Diesem halb interaktivem Medium kann nun jeder den Platz in seinem Leben einräumen, den er für nötig hält oder für sinnvoll erachtet. Genau die Auswirkungen, die Bedeutung zugestehen, die man zugestehen will. So halte ich es zumindest. Meistens.

Es wird ja auch niemand gezwungen, ein Fernsehgerät zu besitzen oder es gar einzuschalten. Radio zu hören, eine Zeitung zu lesen. Keiner muss zwangsläufig in der Fußgängerzone fremde Menschen vollquatschen, oder in einem Supermarkt einkaufen. Es gibt für jeden Konsum, auch Informationskonsum, Alternativen. Konsequente Eigenversorgung zum Beispiel.
Also gibt es auch für jedes Medium Alternativen, bis hin zur völligen Abschottung.

Was man nicht abschotten kann sind so Dinge wie Gesundheit. Diese hat Auswirkungen, hat Bedeutungen für unser Leben, die wir nicht beeinflussen können. Die Natur allgemein hat eine enorme Bedeutung für das Leben. Schließlich ist sie ja schon mal daran „schuld“, dass wir überhaupt hier sind. Und dann natürlich wir selbst, mit unseren kaum beeinflussbaren Gefühlen. Ich denke, wir selbst sollten uns eine sehr große Bedeutung für unser Leben einräumen, nicht irgendwelchen Medien oder technischem Krimskrams.

Ein Computernetzwerk, eine Draisine oder ein 17er Ringschlüssel sollten, genau wie andere Medien, Maschinen und Werkzeuge, eine uns dienende Funktion haben. Ein Mittel zum Zweck sein. Nicht mehr und nicht weniger. Mit dazu gehören. Zum Leben. Meinetwegen die individuell gefühlte Lebensqualität steigern.  Eine Bedeutung, gar noch Auswirkungen in unserem Leben sollten sie besser nicht haben. Jedenfalls nicht zu stark. Da hätte ich ansonsten eine wirklich düstere Zukunftsvision.

Auswirkung auf mein eigenes Leben/ meine Lebensqualität haben dann doch eher, außerhalb der oben bereits angesprochenen Grundsätzlichkeiten, andere Menschen. Zumeist aus meinem unmittelbaren Umfeld. Familie, Bekannte, Freunde, aber auch Feinde.
Ja auch manche „Menschen hinter den Accounts“ in diesem Internet. Aber es bleiben doch die Menschen, nicht das Netz. Das Netz ist Informationsträger, Datenübermittler. Medium eben. Ohne dieses Medium wäre mein Umfeld nicht dramatisch kleiner. Nicht weniger lebenswert.  Allerdings würde ich dann wohl öfter in Fußgängerzonen herumlatschen und fremde Leute vollquatschen.

Eventuell haben alle diese Menschen in den Fußgängerzonen dieser Welt nun durch das Internet tatsächlich ein Stück weit mehr an Lebensqualität gewonnen.

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