Sprache

Eine Sprache lernen, auffrischen, die Kenntnisse verbessern. Ist ja nie verkehrt. In meinem Fall ist es Englisch. Mal wieder. Oder besser, immer noch. Ist ja nie weg, dieses Englisch. Klar, schon recht wichtig für den Job. Deswegen bezahlt der Arbeitgeber den Kurs ja auch. Für mich selbst ist es aber auch wichtig, auf Reisen im Ausland. Privat. Im Urlaub auch. In den meisten Orten dieser Welt sollte wohl jemand aufzutreiben sein, der sich auch auf ein wenig Englisch versteht. Okay, zumindest an und in den Häfen. Gut, nicht unbedingt in den peruanischen Anden oder in Frankreich. Aber sonst doch schon, denk ich mal.

Hauptsächlich erweitert es aber meinen Horizont. Dieses Sprache lernen.
Eine Sprache ist ja auch immer Teil einer Kultur. Auch wenn es vielleicht im chinesischen oder arabischen Raum etwas fixierter ist, als im englischen Sprachraum. Die Unterschiede zwischen den Briten, den Nordamerikanern (selbst zwischen USA und Kanada) und z.B. den Australiern sind ja dann doch schon signifikant.  Nicht im Grundsatz, aber doch in vielen Kleinigkeiten. Sehr vielen Kleinigkeiten.

Englisch wäre dann ja auch weiterhin noch immer Amtssprache in Gegenden, die unter britischer/amerikanischer Verwaltung standen, sich aber ihre eigene Kultur weitestgehend erhalten konnten. Malta wäre da so ein Beispiel. Auch wenn sich die maltesische Sprache dort gehalten hat, sind es hier sogar noch einige andere Sprachen, die die Menschen dort in ihrer Lebensweise, in ihrer Kultur prägten. Italienisch, auch Spanisch und Französisch, selbst Arabisch. Und eben auch Englisch. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit eben als Amtssprache, neben dem Maltesisch. Auch die ehemaligen Kolonien in Ostafrika oder Asien haben die britische Kultur, wenn überhaupt, eher nur in Teilen implementiert.

Aber ich schweife ab. Die Kultur der Sprache, die Sprachkultur. Kultur und Sprache, zwei untrennbar miteinander verbundene Dinge, denke ich mal. Und somit lernt man mit einer Sprache eben nicht nur ein paar Vokabeln und Grammatikregeln, sondern viel mehr als das.

Auch wenn man nicht besonders fein differenziert, eignet sich das britische Englisch eher nicht dazu Dinge direkt anzusprechen. Da wird dann auch schon mal eher negativ bejaht, als direkt verneint. Lieber doppelt verneint, als bejaht. Es wird selten absolut gesprochen.  Der Humor ist bisweilen schon sehr subtil, nahezu norddeutsch. Kommt dann oft etwas versnobt rüber. Ist es sicher manchmal auch.

Im Gegensatz dazu, kann man sein Gegenüber sehr gut mit dem etwas simpler gestrickten amerikanischen Englisch beschimpfen. Diese, nicht ganz so den grammatikalischen Regeln unterworfene, Sprachvariante aus den Vereinigten Staaten eignet sich hervorragend dazu, ganze Silben zu verschlucken, während man gepflegt ausrastet. Auch vor überschwänglicher Freude ausrastet. In der Regel wird man trotzdem verstanden. Hauptsache man übertreibt immer kräftig. Das man selbst alles versteht wird nicht so erwartet, wie auf der königlichen Insel. Der Nordamerikaner ist eher geneigt nochmals zu wiederholen, gerne auch ohne Nachfrage … und … tschja … dann auch gleich mindestens fünfmal.

„Canadians“ nehme ich an dieser Stelle davon explizit aus. Diese stellen für mich eine nahezu ideale Mischung aus beiden Welten dar. Zu meinem großen Glück ist mein derzeitiger Lehrer in British Columbia geboren und aufgewachsen, auch wenn er dann geraume Zeit in Kalifornien lebte, dann beruflich in Spanien, Griechenland, auf Malta und nun eben in Deutschland.
Kanadier ist er trotzdem geblieben. Kommt alles sehr authentisch rüber und ja, er benutzt oft Umgangssprache. Einfache Phrasen, die sich einprägen. Dinge, die ich weder in der Prüfung gebrauchen kann, noch in einem Gerichtssaal. Dafür aber im wirklichen Leben.
Big Deal!
Also noch knapp zwei Wochen Hörverständnis verbessern. Sprechen. Auch und gerade in der Umgangssprache, nicht im Slang. Es wird wohl schulen. Dümmer werde ich zumindest nicht dadurch. Auch wenn es mit der Prüfung nicht klappen sollte.

Wird es aber.

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Eine Antwort zu Sprache

  1. missyr0ckstar schreibt:

    Hat dies auf missyr0ckstar rebloggt und kommentierte:
    Sehr schönes Statement :-) Very well done! Good on you, mate! Language learning is very important :-)

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