Ehrgeiz

„Es ist nicht wichtig, besser zu sein, als irgendwer anderer. Es ist wichtig, heute besser zu sein als gestern!“
Kanō Jigorō

Was ich heute mache, sollte also besser sein als das, was ich gestern getan habe? Ich kann mich mit diesem Gedanken schon eine ganze Weile durchaus anfreunden. Andere Menschen sind für mich zwar durchaus noch ein Maßstab. Einige. Auch aus meinem direkten Umfeld. Meistens. Und Menschen aus der Vergangenheit. Auch bereits gestorbene Menschen. Oft keine sonderlich berühmten Menschen.

Meist sind es auch gerade diese Momente der Rückbesinnung, die mich in meinem Tun und Denken erden. Wieder in eine Spur bringen. Ja, das klingt nicht nur fremdbestimmt, das ist es sicher zu einem Gutteil auch. Finde ich aber auch nicht weiter schlimm. Solange es mich denn weiterbringt, besser zu sein, als gestern. Es ist mithin auch absolut unnötig, nur aus seinen eigenen Fehlern zu lernen, wenn doch andere diese Fehler, mit all ihren Konsequenzen, schon viel besser begangen  haben.

Ich muss mich ja nun auch nicht mit jedem dahergelaufenen Subjekt vergleichen müssen. Meist wäre es auch dieses Apfel-Birnen-Ding. Wobei ich dann schon ganz gerne die Birne wäre. Meine Figur wäre ja … Ach, schon gut.

Mitmenschen auf verschiedenen Gebieten etwas vorturnen, ist sicher nicht schwer, wenn man über die nötige Erfahrung und eine solide Grundkondition verfügt. Sich danach den einen Tag länger Pause zu gönnen, ist sicher nicht verwerflich. Gerade wenn man etwas älter als die  Vergleichsgruppe ist. Nur bringt es mich meist nicht sonderlich weiter. Resultiert ja dann ja auch meist nur aus falschem Ehrgeiz. Äpfel und Birnen eben.

Ich muss mir doch vorrangig erst einmal selbst etwas vorturnen können, um im Bild zu bleiben, um mich dann damit auch weiterzubringen.
Dies werden natürlich eher Dinge sein, in denen ich eben nicht schon die große Erfahrung und/oder Kondition habe. Die Sachen, die neu oder zumindest relativ unbekannt für mich sind. Etwas, was ich noch nie oder schon lange nicht mehr getan habe. Dinge, in denen ich morgen dann auch besser als heute sein kann. Nicht alles auf einmal, und nicht um jeden Preis, aber doch step by step und immer ein wenig. Stetig.

Lernen gehört in meinen Augen ganz zwingend dazu. Dauernd. So wie zur Zeit, wo ich meine englischen Sprachkenntnisse auffrische. Nicht, um besser als Shakespeare zu werden oder meine Banknachbarin im Klassenraum, sondern einfach nur etwas besser, als gestern oder vorgestern.

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2 Antworten zu Ehrgeiz

  1. missyr0ckstar schreibt:

    Hat dies auf missyr0ckstar rebloggt und kommentierte:
    Jeder sollte lebenslanges Lernen als ein Ziel der eigenen Entwicklung betrachten. Stehenbleiben bedeutet langsam zu Gründe gehen…

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  2. herzdrache schreibt:

    Hat dies auf herzdrache rebloggt.

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