Trennungen

Nun ist sie wieder da, die Zeit der Fernbeziehung. Gut, Beziehung ist vielleicht nicht mehr der richtige Begriff nach über 15 Jahren. Oder doch?
Doch!
Dass Entfernung ein Arschloch ist, ist für die Holde und mich nun nichts Neues mehr. Hatten wir ja immer wieder mal in den letzten fast 16 Jahren. Immer war die Zeit der Trennung absehbar, auch nur selten kurzfristig planbar. Selbst meine halbjährigen „Auslandssemester“ haben wir recht geschmeidig überstanden. Es ist schon etwas Routine drin, wenn ich mal wieder auswärts bin, oder auch unterwegs.

Wochenendpendelei, Autobahnen, Telefonate. Seit ein paar Jahren Skype. Geht ja zum Glück von fast überall auf der Welt, auch auf Borkum. So sieht man sich gegenseitig. Auf dem Display. Briefe schreib ich ja kaum noch, aber es kommt doch hin und wieder noch vor. Sollte man sicher öfter machen. Nur für unter der Woche lohnt das ja auch kaum. Dienstags einen Brief einwerfen, der dann knapp 24 Stunden vor mir daheim ankommt. So einen Unsinn mache selbst ich nicht oft.

Freitags dann Heimfahrt, den Sonntag schon fast wieder im Blick. Zumindest aus den Augenwinkeln. Jedes Wochenende noch kürzer als sonst. Zumindest gefühlt. Sonntags dann wieder die Abfahrt nach, wo auch immer es gerade hinging. München, Koblenz, Hamburg, Nürnberg, Berlin oder Hintertupfingen. Diesmal Appen. Bei Pinneberg, und definitiv nicht mehr Hamburg. Aber ganz nah dran an einer meiner weltweiten Lieblingsstädte. Die Holde und die Kinder bleiben daheim.

Trennungen bleiben eben ein Arschloch. Doch keine Routine.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Arbeit, Ausbildung, Familie, sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Trennungen

  1. Westsideblogger schreibt:

    Ich kann da nur heftig nicken.

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.