Tag 270 | Auf der Flucht

„Vielleicht sollten wir uns dann ab und zu vor Augen halten, dass Flucht und Verfolgung auch deutsches Schicksal war und ist.“ ist ein, nach meinem Empfinden, sehr kluger Schlußsatz.

Die Empathie für die Menschen, die „… in Lagern nahe der Grenze zu ihrer Heimat eingepferch sind…“ sehe ich allerdings bei vielen Mitmenschen hier und heute ‚bei uns‘ auch nur sehr selten.

Leider!

Friesenblog

Die Bilder, die es in dieser Woche aus Ayn al Arab in Syrien in unsere Fernsehnachrichten geschafft haben, müssen vielen Deutschen schon deshalb an die Nieren gegangen sein, weil sie so viel Ähnlichkeit haben mit den historischen Aufnahmen, die wir aus unseren eigenen Geschichtsbüchern kennen: Zehntausende von Menschen in langen Kolonnen unterwegs auf der Flucht vor Gewalt und Gefangenschaft, auf der Suche nach einem sicheren Platz, wo das Leben nicht mehr in Gefahr ist.

Die Umstände mögen andere gewesen sein, die Verzweiflung und Panik ist die gleiche, egal ob Flüchtlinge sich aus Ostpreußen oder Schlesien in langen Trecks auf den Weg machten oder ob Jesiden, Christen oder nicht-sunnitische Muslime in Syrien oder im Irak ihre Dörfer verlassen, weil sie mit dem Tod bedroht werden.

Deshalb ist befremdlich, mit wie wenig Empathie manche Menschen bei uns dem Leid der Flüchtlinge dort begegnen. So lange sie in Lagern nahe der Grenze zu…

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