Oktober

Das wird dann wohl noch so ein richtiger Mitmachmonat für mich, der diesjährige Oktober.
So scheint es mir zumindest allmählich. Zwei Gastbeiträge von mir werden wohl im Laufe dieser Zeit bei den Gedankensprüngen erscheinen, und dann bin ich kürzlich auch noch über diese „Kauf-nix-Neues“ Geschichte gestolpert. Im Original als „Buy Nothing New Month“ ausgerufen. Nicht aus dem Vereinigten Königreich des organisierten Irrsinns, sondern mit Ursprung wohl in Australien zu suchen. Nun gut, zumindest einer der Mitgliedstaaten des Commonwealth. Ob, und in welchem Maß das nun auch nach Kontinentaleuropa schwappt, kann und will ich gar nicht einschätzen. Es ist aber sicherlich nichts, was die breite Masse hier sonderlich interessieren wird. Aber vielleicht euch. Falls nicht, einfach weiterklickern. Es ist ja nur das Internet hier, keine Pflichtvorlesung.

Ich bin nun nicht unbedingt der große Minimalist. Genauso wenig, wie der große Verschwender. Aber ich dachte trotzdem mal darüber nach. Über diese „Kauf mal einen Monat keinen Neukram – Aktion“.
Es gibt sicher Dinge, deren Anschaffung ich mir in der Vergangenheit locker hätte sparen können. Dinge, die auf Halde liegen oder zumindest doch recht lange lagen. Dinge, die sicher irgendwann mal benutzt werden. Notizbücher zum Beispiel. Davon hätte ich wohl ein paar zu viel. Zumindest derzeitig. Die Displaydiagonalensumme der mobilen und stationären Endgerätschaften hier im Haushalt erreicht auch langsam die Zehnmetermarke. Aber auch bei einigen anderen Käufen und Käufchen hätte ich sicherlich schon den einen oder anderen Taler einsparen können, wenn ich es einfach gelassen hätte. Das Kaufen, nicht das Sparen.

Einen Monat also mit dem auskommen, was man schon hat? Dinge eventuell reparieren, gebraucht besorgen oder ausleihen? Jo, das hat einen gewissen Charme. Da bin ich mal dabei. Natürlich werde ich mir keine Lebensmittel ausleihen, und auch die leere Zahnpastatube wird sich dann wohl nicht mehr reparieren lassen. Darum geht es ja auch nicht. Wie es hier recht verständlich beschrieben ist, geht es einfach nur um den Versuch, den eigenen Konsum mal vor sich selbst auf die Probe stellen. Zumindest darüber nachzudenken, ob man eine potentielle Neuanschaffung nicht anders regeln kann. Ob sie überhaupt nötig ist. Sich auch mal von etwas trennen, und es eben nicht sofort zu ersetzen. Weil man es vielleicht sowieso nicht dauernd gebrauchte, oder weil noch Redundanzen vorrätig sind. Weil es womöglich schon eine ganze Weile aauch nur im Weg herumlag.
Einen Monat, also 31 Tage lang. Nur. Kann ja nicht so schwer sein. So!

Die Familie schaute mich mit recht großen Augen an, als ich davon erzählte. Die Holde dachte sicherlich sofort panisch an die Winterklamotten für die Kinder und die Pubertierende mehr an irgendwelchen Kosmetikkrimskrams. Der Sohn dachte sich sicherlich auch etwas. Wohl auch nicht unbedingt lauter Positiva, eher so etwas wie „Tschja, doch ziemlich ‚Plemm Plemm‘ der Alte“. Zumindest sah er so aus, als wenn das dachte.
Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass die drei da mitmachen, aber ich fange einfach mal bei mir an. Damit werde ich die Familie dann zwar einen Monat lang höchstwahrscheinlich auch ziemlich nerven, aber da ich ja im Oktober hauptsächlich nur an den Wochenenden daheim bin, werden sie es wohl überleben. Und ich sicherlich auch.
Schaden wird es zumindest nicht. Denke ich mal.

Ob ihr da auch mitmacht, könnt ihr zum Glück schon ganz allein entscheiden, ihr seid ja schon groß. Okay, meistens.
Und mal sehen, vielleicht verliere ich hier auch mal darüber ein paar Zeilen. Ab und an.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Herbst, Jogginghose veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Oktober

  1. Pingback: Fuffzehn | ickemich

  2. ikselwak schreibt:

    Eine „nette“ Aktion für die übersättigte Gesellschaft.

    Gefällt 1 Person

  3. Katja schreibt:

    Würde mich sehr interessieren, dann über deine Erfahrungen zu lesen.

    Ich glaube, ich muss das auch mal probieren. Im Oktober ist ein bisschen blöd, weil ich da 2/3 des Monats unterwegs bin, aber ich hole das einfach irgendwann nach. Ich finde nämlich vor allem spannend zu sehen, inwiefern ich dann anfange zu „schummeln“ und Anschaffungen einfach um ein paar Wochen verschiebe und auf wieviele Dinge ich tatsächlich verzichte. Ich bin zum Glück ohnehin keine allzu schlimme Spontaneinkäuferin, aber das eine oder andere Ding lässt sich sicherlich einsparen…

    Gefällt 1 Person

  4. muellermanfred schreibt:

    Und was ist mit Hosen? Darf ich auch keine Hosen kaufen?

    Gefällt mir

  5. Westsideblogger schreibt:

    Unglaublich. Ich könnte hier die Schublade öffnen und würde ein nahezu identisches Foto hinkriegen. Hersteller und Format, sowie Farben, passen. :-)

    Gefällt 1 Person

  6. arabella50 schreibt:

    Eine gute Idee, obwohl meine Liebe zu kleinen Notizbüchern groß ist.;-)

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.