Ponyhof

Wieder Montag, wieder das übliche Gejammer. Virtuell und real. Nicht bei mir, zumindest nicht heute. Mir liegt dieses Herumjammern im Allgemeinen nicht sonderlich. Auch nicht am Montag. Meistens jedenfalls.
Das Leben ist nun mal kein Ponyhof, und auch kein Baumarkt. Außer natürlich man hat eine dieser tödlichen Erkältungen, dann schon.
Natürlich belastet uns unser Alltag zusätzlich zur grundsätzlichen Kompliziertheit des täglichen Wahnsinns mit zahlreichen, sich oft überraschend auftuenden Nebenkriegsschauplätzen.

Die Organisation von Problem- und Problemchenlösungen verschlingt dann oft einen Großteil unserer verfügbaren Zeit. Auch die ständigen Versuche, die allergrößten Peinlichkeiten zu vermeiden, fressen den einen oder anderen Moment bisweilen einfach auf. Dazu kommt dann gegebenenfalls noch das jeweilige individuelle Päckchen Ballast aus der Vergangenheit. Zeit für Freude bleibt da kaum, und wenn selten. Zu selten. Schade!

Dabei haben wir es doch zumeist selbst in der Hand. Zumindest wenn wir uns gesund fühlen. Gut, etwas innere Stabilität und manchmal auch ein gewisser Halt von außen, aus dem Umfeld, sind dazu sicher notwendig. Jeden Tag als neue Chance zu begreifen, ist sicher nicht leicht, wenn die Steine im Weg eher an massive Felsformationen erinnern. Nur mit Liebe und Offenheit kommt man dann meist auch nicht sehr weit. Mit Jammern allerdings auch nicht.

Yoga soll dem einen, oder der anderen ja wohl helfen. Mir nicht.
Oft reicht allerdings auch schon tiefes Durchatmen. Mir zum Beispiel. Die kurze Rückbesinnung auf Ehrlichkeit, auch und gerade zu sich selbst. Einfachheit leben. Fehler zulassen, daraus lernen. Ein Stück weit entspannt und gelassen mit den Alltäglichkeiten umgehen. Unperfekt. Mal eine Pause machen. Von anderen, von sich selbst. Nicht alles durchplanen, einfach mal machen. Dinge sich auch mal von allein erledigen lassen. Mal nur 52,7 Prozent geben. Ist immerhin schon über die Hälfte. Und schon bleibt gar keine Zeit mehr, um im Jammertal eines schnöden Wochenbeginns zu versinken. Falls doch: durchatmen, immer wieder durchatmen. Oder eben doch Yoga.

Und selbst wenn es passiert, das Jammern – Who cares? Auch so ein kleines Gejammer gehört ab und an zum Leben dazu. Selbst auf einem Ponyhof, und natürlich erst recht im Baumarkt.

 

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Eine Antwort zu Ponyhof

  1. sachsenmartin schreibt:

    Hat dies auf sachsenmartin rebloggt und kommentierte:
    Wahre Worte vom ickemich… Auch wenn mir eher Meditation hilft… ;)

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