Glaube

IMG_1006Glaube ist ja für viele Menschen diese Geschichte mit dem imaginären großen Freund, vielleicht sogar, je nach Toleranzgrenze, viele Geschichten mit mehreren imaginären Freunden.
Wesen, die mit der realen Welt so viel zu tun haben, wie ein Einhornhüftsteak mit Feng Shui.
War nicht meins, wird es auch nicht werden. Ich glaube ganz sicher auch, lasse es aber für mich persönlich nicht in eine Religion ausarten.  Religionen, gleich welcher Couleur, waren in der Geschichte ja sehr oft in den eher unrühmlichen  Kapiteln zu finden. Meist wurde sich wegen der verschiedenen Coolnessfaktoren der Phantasiekumpel tierisch auf die Mütze geklopft. Und aus der Geschichte sollte man lernen, meine ich!

Das heißt nun aber nicht, dass ich es militant ablehne, wenn Menschen auf diese Art und Weise glauben. Es würde mir nicht im Traum einfallen, jemandem ausreden zu wollen, an Anubis, Manitou, Idefix, Zeus, Allah, Quetzalcoatl, Odin, Shiva oder eben Jesus zu glauben. Meinetwegen auch gleichzeitig. Soll sich ruhig jeder nach Wahl ein Holzkreuz über die Schulter werfen und/oder ein Pentakel auf den Hintern tätowieren lassen. Sich selbst!
Sogar gegenüber Glockengeläut bin ich tolerant. Ich wohne zugegebenermaßen auch etwas entfernt vom nächstgelegenen Glockenturm, das macht es etwas einfacher.

Schwierig wird es meist anders herum. Dann nämlich, wenn man versucht, mir die große Offenbarung zu  offenbaren. Allerdings finde ich zumeist den missionarischen Eifer einiger weniger  Mitmenschen sogar eher amüsant. Zeige es dann aber nicht so deutlich.

Ich verweise zu solchen Gelegenheiten lieber auf die Natur. Die ist natürlich, nicht göttlich. Aus sich selbst entstanden, nicht irgendwie „erschaffen“. Naturgegeben, und mit kleinen und großen Herausforderungen verbunden, und ganz sicher nicht gottgegeben. Gut, stark religöse Menschen sehen das eben etwas anders. Die Diskussionen können dann recht interessant werden.
Argumente mit dem berühmten „Aber vielleicht gibt es ja doch… „, Suggestivgegenfragen zumeist, beantworte ich mit Fakten, die sich belegen lassen. Von mir. Durch Naturgesetze, die ich kenne, oder durch Beispiele aus der Geschichte.
Aber immer mit dem nötigen Respekt der jeweiligen Person, der Lebens- und Denkweise gegenüber.

Frei nach Shakespeare, gibt es sicher auch immer wieder mal Dinge und Problemstellungen im Leben, die man sich mit der Naturwissenschaft nicht sofort erklären kann. Meist kommt aber am Ende des Tages doch wieder eine recht natürliche Lösung heraus. Und wenn nicht, dann nicht. Deswegen werde ich mir sicher keinen Rosenkranz umbinden lassen.

Sicher auch eine Art Glaube, mein Glaube an die Natur. Die Natur der Dinge.

Wobei ich allerdings mit einem Fuchsbandwurm gepeitscht sein müsste, würde ich diesen Glauben als Religion begreifen, oder gar noch ausüben. Nackt bei Vollmond um die heilige Eiche tanzen, liegt mir nicht so sonderlich, und viel mehr  Kopfkino will ich mir und euch  auch gar nicht mehr zumuten.
Und ihr?

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