Balance

image„Balance“ ist das aktuelle Wochenthema vom #fotoprojekt2014  auf Twitter.
Zuerst etwas skeptisch, macht  mir mittlerweile diese von @quergerade initiierte Aktion viel  Spaß. Es ist interessant zu sehen, was anderen Menschen zum jeweiligen Thema einfällt, und es animiert mich auch zum Mitmachen.
Die Regeln sind einfach und leicht verständlich. Jede Woche nur ein Bild zu einem bestimmten Thema posten. Ein eigenes Bild natürlich, möglichst aktuell, also spontan geknipst. Photographischer Anspruch? Nicht ausgeschlossen, aber auch keine Bedingung.
Diese Woche also zum Thema „Balance“.
Work-life-balance, die rein mechanische Balance, Körperbalance, es gibt viele Assoziationen zu diesem schönen Thema. Auch Alben von Van Halen und Karat wurden so benannt.
Ich habe mich dazu entschieden, den Versuch zu unternehmen, die Balance zwischen digitaler und analoger Welt darzustellen.
Warum betrifft mich das? Nun, die digitale Informationsflut stört mich bisweilen, wie mancher hier vielleicht schon mitbekommen hat. Ich suche dann meist meinen Ausgleich in der analogen Welt. Papierbuch oder Zeitung lesend. Eins dieser Gespräche von Angesicht zu Angesicht, manche erinnern sich noch, führend. Schreibe dann in so ein altmodisches Tagebuch, oder tätige auch gerne mal sonstige händische Aufzeichnungen mit Tinte oder Bleistift auf Papier. Gerne auch Kritzeleien.
Meist unbewusst, manchmal aber  auch ganz bewusst als Auszeit.
So wie alle vorstehende Zeilen ursprünglich in einem Notizbuch mit Füller geschrieben wurden, genauso wie einige der nachfolgenden.
Man sieht, ich verbinde selbstverständlich auch immer mal wieder meine  analoge Welt mit den digitalen Möglichkeiten, anatal oder digilog sozusagen. Natürlich sind digital viele Sachen viel leichter zugänglich, leichter aufzubewahren und auch schneller durchsuchbar.
Es ist für mich einfach entspannender, mit der Feder eines  Füllers über das Stück Papier, die Seite im Notizbuch, zu gleiten, als auf so einer Tastatur herumzustümpern.
Es ist für mich persönlich auch angenehmer, einen Hintergrundartikel auf Zeitungspapier gedruckt zu lesen, als schnell mal eben drüber zu scrollen.
Dies wird hoffentlich noch eine ganze Weile möglich sein, und die vollständige Digitalisierung unserer Welt wird noch etwas auf sich warten lassen.

Letztendlich denke ich eben, wie sicher sehr viele Menschen, analog und somit möchte ich auf meine analogen Auszeiten auch nicht verzichten müssen.
Sie bringen mich eben in Balance.

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